1.09 Sommerhausen – Deutschland – Bayern – Kreis Würzburg – Franken
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Ort Sommerhausen und Umgebung

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Sommerhausen liegt an der Südroute der berühmten Bocksbeutelstraße (B13), südlich von Würzburg, unweit der Autobahnausfahrt Würzburg-Randersacker. Ein Blick auf die Landkarte zeigt eine geografische Besonderheit: Von Sommerhausen ist Winterhausen nicht weit. Das jahreszeitliche Pendant liegt direkt gegenüber auf der anderen Mainseite. Die Namensgebung ist kein Zufall. Vor langer Zeit hießen beide Orte Ahausen, was sich von Aquahausen ableitete, denn das Wasser (lateinisch: aqua) bildete die Lebensader der Siedlungen am Main. Zur besseren Unterscheidung stellten die Einwohner später den Namen ihres jeweiligen Kirchenpatrons vor den Ortsnamen: Bartholomäus und Nikolaus. Weil Bartholomäus sein Patrziniumsfest im Sommer hat und Nikolaus im Winter, bürgerten sich die Namen Sommerhausen und Winterhausen ein. 

Dass Sommerhausen ein Weinort ist, beweist schon das Gemeindewappen: Über einer drallen Weintraube lacht eine verschwenderische Sonne. Die Lagen heißen Sommerhäuser Ölspiel, Steinbach und Reifenstein. Dass die Winzer ihr Handwerk verstehen, lässt sich am besten bei einer Weinprobe in gemütlicher Atmosphäre feststellen. In kühlen Gewölbekellern, wo die Luft nach Gärung riecht, steht der Gast an der Wiege des Rebensaftes. Doch die Schoppen schmecken genauso gut zum Ausklang eines bemerkenswerten Theaterabends, zu einem erlesenen Abendmenue, zu fränkischer Küche, zum heimischen Spargel, der ebenfalls in Sommerhausen wächst, oder an einem sonnigen Nachmittag beim Weinfest am Plan. Wein- und Sektfeste gibt es im Mai, Juni, August, September und Oktober.

Ideal zum Wandern oder Radfahren ist das Maintal. Der Fluss dient als Wegweiser. Fahrräder sind bei einem Fahrrad-Verleih in Sommerhausen erhältlich. Urlaub vom Alltag kann auch heißen, den Tag einmal anders zu beginnen und um 7 Uhr mit dem Hund am Main zu joggen oder einfach nur spazieren zu gehen. Spaziergänge empfehlen sich aber auch einfach von Sommerhausen den Berg hinauf. Zuerst geht es durch enge Gassen, dann weiter auf schmalen Pfaden. Von oben kann man einen herrlichen Blick hinunter ins Maintal genießen. Da liegt Sommerhausen mit seinen roten Dächern, umrahmt von der alten Stadtmauer. Leicht sind Rathaus und Schloss an den typischen Treppengiebeln zu erkennen. Sommerhausen präsentiert sich als ein fränkisches Weindorf wie aus dem Bilderbuch. Ganz oben steht die große Muschelkalkschnecke. Der graue Quaderkalk bildete sich in der Triaszeit. Häuser aus diesem Material brauchen keinen Verputz. Sie sehen aus wie Antiquitäten. Auch in Sommerhausen gibt es die soliden Muschelkalkfassaden, daneben Fachwerkhäuser, Bürgerhäuser aus der Renaissance, Türmchen und zum Mainufer hin Bauerngärten. 

Ein lohnendes Wanderziel ist auch der Wildpark auf der Anhöhe über dem Maintal. Dort gibt es Wildschweine und andere Tiere zu sehen. Außerdem bietet ein Spielplatz großen und kleinen Kindern Spaß. Wer noch weiter ausholen möchte, kann am Tierpark vorbei spazieren zum Zeubelrieder Moor, über die Höhe hinaus zum mittelalterlichen Sulzfeld, durch weite Felder nach Lindelbach, entlang der Rebhänge nach Eibelstadt oder in anderer Richtung nach Ochsenfurt. Sommerhausen ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins nahe Würzburg, nach Veitshöchheim mit seinem Rokokogarten (von Würzburg aus auch mit dem Schiff erreichbar), nach Rothenburg ob der Tauber (ca. eine halbe Autostunde entfernt), nach Creglingen, nach Weikersheim mit den Zwergen im Schlosspark und anderen Orten.

Kunst und Kultur

Für eine Gemeinde von 1500 Einwohnern bietet Sommerhausen eine ganze Menge an Kunst und Kultur. Das ganze Jahr über Saison haben die mannigfaltigen Galerien. Hier gibt es viel zu entdecken: Malerei, Grafik, Fotokunst, wertvolle Keramik, neuzeitliches Glas, Skulpturen und antike Schätze. Manchmal ist auch Markt in Sommerhausen, im Mai der Frühlingsmarkt, im September der Töpfermarkt und in der Adventszeit der Weihnachtsmarkt. Wer sich für Architektur interessiert, kann auf eigene Faust oder bei einer Fremdenführung die Eigenwilligkeit der Ortsanlage mit ihren zauberhaften Durchblicken auf Schloss, Rathaus oder Kirche kennen lernen. Wer Glück hat, erlebt vielleicht in der evangelischen Bartholomäuskirche ein Gospelkonzert.

Kaum zu glauben ist, dass Sommerhausen gleich zwei Theater besitzt, das Torturmtheater, wo das Kammerspiel gepflegt wird, und gleich daneben in einem Gewölbekeller die Kabarettbühne Bockshorn. Beide Theater sind Privatunternehmen. Dies ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Die künstlerische Zielsetzung ist ganz und gar unterschiedlich. Das Torturmtheater wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von einem Mann gegründet, um den sich zu Lebzeiten schon Legenden ragten: Luigi Malipiero. Das mit 50 Plätzen kleinste Theater Deutschlands bietet trotz seiner geringen Größe gehobene Qualität. Seit dem Tod Malipieros 1975 leitet ein Künstler, der an Vielseitigkeit der Begabung dem Torturmgründer in nichts nachsteht, das Theater: Veit Relin, ein Theaterzauberer, Maler, Schauspieler mit hoher künstlerischer Kompetenz. 1984 gründete der Schweizer Schauspieler und Regisseur Mathias Repiscus in einem alten Gewölbekeller neben dem Torturm eine Kabarett-Bühne. Das "Bockshorn" gilt heute als seriöse und angesehene Adresse. Das Theater mit 99 Plätzen bietet seinen Besuchern etwa 150 Vorstellungen pro Jahr. Hüsch war schon hier, Hildebrand, Rogler und viele andere. Das Bockshornensemble mit eigenen Produktionen gastierte schon weit über Sommerhausens Grenze hinaus. 

Sehenswertes

Das Schloss

Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus dem 15. Jahrhundert, der Fachwerkoberbau aus jüngerer Zeit. Seit dem 15. Jahrhundert befand sich das Schloss im Besitz der Schenken von Limpurg. Das Herrenhaus mit Treppengiebel zur Straße wurde zwischen 1546 und 1575 erbaut. 

Rathaus

Das Rathaus ist ein kraftvoller Renaissancebau aus dem Jahre 1558 mit hohem Treppengiebel. Sehenswert sind vor allem der Ratssaal im Renaissance-Stil und die holzverkleidete Diele.

Kirche St. Bartholomäus

Der Turm der evangelischen Pfarrkirche St. Bartholomäus stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Langhaus wurde um 1740 errichtet. Es handelt sich hierbei um einen stattlichen Saalbau, wohl von Johann David Steingruber aus Ansbach. Sehenswert im Innern ist eine geschnitzte Kanzel (1621) von Georg Brenck d. Ä. Von diesem stammen auch die Reste eines Renaissancealtars (1609) und das große Holzepitaph für Caspar Weber (1622). 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Weitere Sehenswürdigkeiten in Sommerhausen sind die Ortsbefestigung aus dem 16. Jahrhundert mit gut erhaltenen Rundtürmen und drei Tortürmen, die Ruine der ehemaligen Frauenkirche aus romanischer Zeit, die 1945 schwer beschädigt wurde, die Friedhofsbefestigung aus dem 14. Jahrhundert mit einer originellen Steinkanzel mit Überdachung (1609) und der Marktbrunnen aus der Zeit um 1600, der im 18. Jahrhundert teilweise erneuert wurde.

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2 Würzburg – Marktheidenfeld

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Stand: Friday, 08. April 2016
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