4.07 Mühlheim – Hessen – Deutschland – Kreis Offenbach – Main
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Die Stadt Mühlheim

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Wie der Ortsname vermuten lässt, ist Mühlheim eine Stadt der Mühlen. Ursprünglich gab es davon zehn an der Zahl. Drei sind noch erhalten: die Lindenmühle, die Dorfmühle und die Krebsmühle, auch Brückenmühle genannt. Dank der Bemühungen der Stadt und der Besitzerin kann man heute an der Krebsmühle wieder das Klappern des Mühlrades hören. Während die Mühlen in früheren Zeiten in der Stadtgeschichte eine nicht unbedeutende Rolle spielten, sind sie heute das traditionelle Wahrzeichen.

Auch sonst gibt es in Mühlheim viel Vorzeigbares. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt bleibt der Besucher sicher vor dem Abthof in der Pfarrgasse stehen. Dieses Gebäude, das nun ein Restaurant beherbergt, gehörte früher zum Fronhof des Klosters Seligenstadt. Ebenfalls in der Pfarrgasse steht das 1861 erbaute Wachthäuschen, das aus einem Wachtraum und je einer Zelle für Frauen und Männer bestand. Schon von weitem kann man den Kirchturm der St. Markuskirche in der Altstadt sehen. Das Gotteshaus wurde zwischen 1150 und 1200 erbaut. Wie Reste der Wehrkirchhofsmauer und der Gedenksteine bezeugen, handelte es sich ursprünglich bei dem Bau um eine Wehrkirche. Im Stadtteil Dietesheim befindet sich die Wendelinuskapelle, die dem Heiligen Kreuz und St. Wendelinus geweiht ist. Die kleine Kirche steht unter Denkmalschutz.

Als Kongress- und Tagungszentrum eignet sich die Willy-Brandt-Halle. Sie bietet zudem Konferenzräume. Außerdem beherbergt sie eine moderne Bibliothek mit großer Kinder- und Jugendbuchabteilung sowie ein Restaurant mit Kolleg. In der Bahnhofsstraße, die zu einer fußgängerfreundlichen Einkaufsmeile umgestaltet wurde, laden Fachgeschäfte zum Bummeln und Verweilen ein. 

Auf dem kulturellen Sektor bietet Mühlheim eine breite Palette an Veranstaltungen jeder Art, zum Beispiel Theater- und Konzertabende, Komödie, Kleinkunst, Kabarett oder Kindertheater. Das private Travestietheater "Gerdas kleine Weltbühne" lockt jede Woche viele Besucher aus Nah und Fern nach Mühlheim. Beliebt ist auch das Stadtmuseum mit seiner vor- und frühgeschichtlichen Dauerausstellung. Hier werden auch ständig wechselnde Ausstellungen unterschiedlicher Stilrichtungen gezeigt.

Mühlheim verfügt über einen hohen Freizeitwert und ein starkes Vereinsleben. Erholung findet man in den Mainauen oder bei geselligen Radtouren auf den vielgelobten Radwegen, die am Mainufer von Frankfurt bis Aschaffenburg führen. 
Die ehemaligen Steinbrüche im Stadtteil Dietesheim, am Rande der Auenlandschaft der Mainebene, sind ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Naturfreunde finden hier eine einmalige, schützenswerte Flora. 
Von Mai bis Oktober kann man von der Schiffsanlegestelle Mühlheim-Dörnigheim Ausflugsfahrten nach Seligenstadt, Aschaffenburg oder Frankfurt unternehmen.
Mit dem S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt und Hanau ist Mühlheim in der Rhein-Main-Region sehr gut erreichbar.

Zur Geschichte

Die ältesten Funde Mühlheims wurden im Bereich der Stadtteile Lämmerspiel und Dietesheim gemacht. Die so genannten "Lämmerspieler Artefakte" werden in die Zeit 130 000 v. Chr. datiert. Auf dem Basaltrücken hinter Dietesheim fand der Neandertaler geeignetes Steinmaterial vor, um an Ort und Stelle Geräte herzustellen. Die älteste ausgegrabene Bestattung (1500 bis 1400 v. Chr.) aus der Hügelgräberbronzezeit lieferte bereits Schmuckgegenstände. Gräber der Urnenfelder-Kultur, der Hallsatt-Kultur und der La-Tene-Kultur machen deutlich, dass der Mühlheimer Kleinraum verschiedensten vorgeschichtlichen Gruppen zum Aufenthalt und als Siedlungsraum gedient hat.

Bis 260 n. Chr. war das Gebiet um Mühlheim römisches Grenzhinterland. Die erschlossene Lage an der Römerstraße und einige Streufunde lassen es als wahrscheinlich erscheinen, dass die Römer es waren, die die fruchtbare Mainaue zu beiden Seiten der Rodaumündung erstmals systematisch nutzten. Den Römern folgten die Alemannen und Franken, die die Orte Dietesheim, Meielsheim und Lämmerspiel gründeten. Mühlheim wie Dietesheim waren fränkische Staatsgründungen.

Mit einer Schenkung durch Kaiser Ludwig im Jahre 815 wurde Mühlheim zum Eigentum Einhards, eines hochadeligen Politikers, einflussreichen Architekts und antik gebildeten Literats. Ihm gehörten alle Personen, Gebäude, Äcker und Vieh. Von Mühlheims erstem Rathaus, dem Abthof, aus verwaltete der Seligenstädter Schultheiß das Mühlheimer Anwesen. Während des ganzen Mittelalters hindurch dienten grüne Wälle den Ortsbewohnern zum Schutz, der noch durch einen Landwehrturm, die "Rote Warte" verstärkt wurde. Zudem bauten die Mühlheimer ihre Markuskirche zu einer Wehrkirchenanlage aus, die durch einen Wehrturm und eine Mauer mit Schießscharten gesichert war.

1352 wurde in Mühlheim mit der Lindenmühle die erste Mühle urkundlich erwähnt. Am Höhepunkt des alten Handwerks sind in dem Ort 10 Mühlen an der Rodau nachgewiesen. Neben Mühlheim brachten auch noch Lämmerspiel mit seiner Dorfmühle und Meielsheim mit der Melsamer Mehlmühle jeweils noch einen Mühlbetrieb mit ein. Dietesheim, das keinen Bach aufwies, verlegte sich auf die Mainfischerei. Damit betrieb Dietesheim ebenfalls, neben der allgemeinen dörflichen Feldwirtschaft, ein Spezialgewerbe, das sogar zünftig organisiert war. Eine schlechte Ertragslage zwang 1425 die Grundherren von Eppstein, Teile ihrer Besitzungen, darunter auch Mühlheim, Dietesheim, Lämmerspiel und Meielsheim, an den kapitalkräftigeren Kurfürsten von Mainz zu verkaufen. Meielsheim verschwand in diesen Jahrzehnten der Agrardepression sogar von der Landkarte. Die Bewohner zogen nach Mühlheim.

Mit dem Auftakt der Napoleonischen Kriege wurde Mühlheim aus seinem ländlich-barocken Schlaf gerissen. Auch für die Müller verschlechterte sich die Situation erheblich. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zur Auflösung des Kurstaates Mainz und zur Säkularisation des Seligenstädter Klosters, beide ehemals Obereigentümer der meisten Mühlheimer Mühlen. Die neue Herrschaft wurde das Großherzogtum Hessen. Hohe Steuern, Gemeindeverschuldung und Arbeitslosigkeit bestimmten für die nächsten Jahrzehnte das Bild Mühlheims und seiner Nachbargemeinden.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Mühlheim zum Standort großer Industriebetriebe, in deren Folge es zur überregionalen Arbeitsstätte und einem Ort mit wachsender Arbeiterbevölkerung wurde. 1939 wurde Mühlheim mit der Eingemeindung von Dietesheim Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Wirtschaftsstruktur Mühlheims. Viele Arbeitgeber der Großindustrie gaben ihren Standort in den 70er Jahren auf. Ihre Stelle nahm eine breite Palette mittelständischer Betriebe ein. 1977 wurde Mühlheim um die Gemeinde Lämmerspiel erweitert. Heute hat die Stadt etwa 26 000 Einwohner.

Sehenswertes

Lindenmühle

Die Lindenmühle wurde 1352 als erste Mühle von Mühlheim urkundlich erwähnt. Ab 1490 sind zahlreiche Pächter und Besitzer belegt. Die Lindenmühle war 1867 die beste der Mühlheimer Mühlen, an die auch ein Bäckereibetrieb angegliedert war. Sie war mit zwei Wasserrädern, zwei Kanälen und Schleusen sowie einem Mühlbett mit zwei Gängen, Kammrädern und Kasten ausgestattet. Aufgrund der allgemeinen technischen Fortentwicklung verlor sie ab 1876 immer mehr an Bedeutung. Um 1890 wurde der Mühlbetrieb eingestellt. 1920 war die Lindenmühle Bestandteil einer Schlosserei, in der die Wasserkraft zum Eisensägen benutzt wurde. 1924 wurde sie wegen des Baus des Rodaudammes stillgelegt. Die Obergeschosse blieben weiterhin als Wohnräume erhalten. Die alten Wirtschaftsräume wurden staatliches Materiallager. 1951 kam die Mühle wieder in Privathand und diente seither zu Wohn- und Gewerbezwecken. 1986 wurde die Stadt Mühlheim Eigentümer und vergab das Anwesen 1988 in Erbpacht.

Dorfmühle

Der Zeitpunkt der Erbauung der Dorfmühle ist unbekannt, doch lässt ihre Lage im Dorfzentrum vermuten, dass sie wesentlich älter ist als ihre erste urkundliche Nennung 1490. Durch die ständigen Kriegszerstörungen und die großen Menschenverluste durch die Pest wurde von 1632 bis 1638 kein Getreide geerntet und die einzelnen Mühlen standen in hartem Konkurrenzkampf. Dagegen war die Dorfmühle 1755 wiederum die einzige Mühle mit zwei Mahlgängen, was auf wirtschaftliche Erholung und einen hohen Beschäftigungsstand hinweist. Ab 1881 erfolgte eine allmähliche Vergrößerung des Wohntraktes auf Kosten der Mühleneinrichtung. 1894 wurde die Mühle stillgelegt. Später erfolgte der Umbau zum Wohnhaus.

Krebsmühle (Brückenmühle)

Die Krebsmühle wurde 1576 erstmals urkundlich erwähnt. Von 1687 bis 1855 befand sie sich im Besitz der Familie Faller. Nach zwischenzeitlich wechselnden Inhabern wurde sie 1871 von der Familie Krebs erworben, die sie technisch modernisierte. So wurde eine eigene Anlage zum Trennen der Kleie vom Mehl und kurze Zeit später eine Vorrichtung, die das Getreide zwischen Metall-Walzengängen zerkleinerte und so einen wesentlich höheren Feinheitsgrad des Mehls ermöglichte, eingebaut. Durch Elevatoren, die Vorläufer der heutigen Fließbänder, wurde das geschrotete Getreide transportiert. Die Kapazität dieser Anlage war um ein Mehrfaches höher als die der alten Steinmahlgänge, so dass auch das nächtliche Aufstehen entfiel, um Getreide in den Trichter nachzuschütten.

Die Mahleinrichtung ist noch in mahlfähigem Zustand erhalten. Außerdem gibt es noch einen Quetschstuhl für Hafer und einen Schrotgang für Futtergetreide, die auch heute noch genutzt werden. Die Krebs- oder Brückenmühle steht unter Denkmalschutz.

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Stand: Friday, 08. April 2016
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